Interessante und lustige Fakten über Köln

Für viele Kölner ist ihre Dom-Stadt natürlich die schönste und die wunderbarste Stadt Deutschlands und der Welt. Aber auch viele Nicht-Kölner sind begeistert von der gleichermaßen für gewichtige Historie und gegenwartsbejahende Lebensfreude stehende Rhein-Metropole.

Jüngste und älteste Millionenstadt Deutschlands

Ein wenig hat es manche Kölner schon gewurmt, dass Köln zwar immer einwohnerstärkste Stadt des Rheinlandes war, aber nicht wie Berlin und Hamburg sowie München (seit 1957) zum exklusiven Kreis deutscher Millionenstädte gehörte. 1975 war es dann doch soweit: Nach Eingemeindungen im Zuge des „Köln-Gesetzes“ war die Eine-Million-Grenze endlich durchbrochen. Leider war der Millionenstatus bereits ein Jahr später wieder dahin, weil nach einem Verfassungsgerichtsurteil die gerade eingemeindete Stadt Wesseling, die partout nicht kölsch werden wollte, wieder ausgemeindet werden musste.

Am 31. Mai 2010 wurden aber amtlicherseits knapp 1,01 Millionen Kölner Wohnbürger festgestellt und das im Jahr 50 von den Römern zur Stadt erhobene Colonia gehörte wieder zum Klub der deutschen Mega-Städte. Mit älteren Stadtrechten als Köln kann übrigens keine der drei anderen, durchgängig erst im Mittelalter zu Städten gemachten Millionenstädte aufwarten.

Porz wird besonders angewählt

Wer mit einen telefonischen Festanschluss in Kölner Stadtgebiet verbunden sein will, der wählt als Vorwahl 0221, nur im Gebiet der 1975 eingemeindeten Ex-Stadt Porz bimmeln die Telefone unter 02203.

Weltberühmt: Der Kölner Karneval

Aber egal, ob unter 0221 oder unter 02203 erreichbar, ganz Köln befindet sich in der Karnevalszeit im Ausnahmezustand. Zu den Höhepunkten der an uralte Traditionen der „Verkehrten Welt“ anknüpfenden, auch „Fastelovend“ genannten, in seiner heutigen Form auf das frühe 19. Jahrhundert zurückgehenden Narren-Großveranstaltung gehören aufwendige Straßenumzüge. Der Kölner Karneval mit seinen jährlich 1,5 Millionen Besuchern ist weltweit eines der größten und bekanntesten Volksfeste seiner Art.

Kölsch: Stangen-Bier vom Rhein

Die bekannteste Kölner Trinkspezialität ist das helle, obergärige Kölsch. Die ansonsten nicht oft so formellen Kölner legen beim Kölsch großen Wert auf Vorschriften. So haben die meisten Kölner Bierbrauer 1985 in der offiziell im amtlichen Bundesanzeiger veröffentlichten Kölsch-Konvention festgelegt, dass Kölsch nur in den 0,2-Liter-Gläsern des Typs „Kölner Stange“ vom Schankkellner, dem Köbes, serviert werden darf.

Liebevoll gepflegte Feindschaft zu Düsseldorf

Nicht ganz ernst gemeint, aber doch identitätsstiftend, ist die wohl seit dem Mittelalter gepflegte Haßliebe der rheinischen Metropolen Köln und Düsseldorf, trotz oder gerade wegen einer äußerst kurzen geografischen Entfernung der beiden Städte zueinander. Die Ursache für den Zwist ist letzlich ungeklärt.

Gern wird den Alt-trinkenden und Helau!-rufenden Düsseldorfern von der Kölsch- und Alaaf!-Konkurrenz Provinzialität und schlechter Geschmack vorgeworfen. Die Düsseldorfer ihrerseits weisen gern auf ihre Ranghöhe als NRW-Landeshauptstadt und auf ihren guten Geschmack hin.

Partnerreiches Köln

Abgesehen von Düsseldorf hat Köln überhaupt nichts gegen andere Städte. Kaum eine andere deutsche Stadt hat so viele Partnerstädte. Zu Kölns mittlerweile 24 City-Freundschaften gehören Barcelona, Istanbul, Liverpool, Wolgograd, Tel Aviv, die Karnevalshochburg Rio de Janeiro und gleich zweimal Berlin, nämlich Berlin-Treptow und Berlin-Neukölln.

 

Bild: © CC BY 3.0 DE · Ohne Änderung · Thomas Wolf, www.foto-tw.de

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